Dienstag, 29. November 2011

Novemberstimmung

29.11.2011
Was für eine beschissene Jahreszeit! Die Läden bersten vor lauter Glitzerkram und Dingen, die die Welt nicht braucht. Der Morgennebel zieht sich über den ganzen Tag, oder wenn er doch der Sonne Platz macht, schlägt er sich auf den Autoscheiben nieder, um dort fest zu frieren.

Ich frage mich, ob meine Seele erkrankt ist, krank war, oder ob das der ganz normale Wahn ist. Finde keine Entschuldigungen für mein unorganisiertes Dahindümpeln. Schließlich habe ich gerade eine Pause vom Job. Zugegeben, die habe ich mir nicht selber ausgesucht, aber anstatt wild hin und her zu springen und meinen Aufgaben wegzulaufen, könnte ich mir ja auch einfach eine "To - Do - Liste" hinlegen und abarbeiten.

Habe einige hundert Euro aus dem Fenster geworfen - einfach so, weil ich nicht in der Lage bin meine Arztrechnungen rechtzeitig einzureichen. Wenn man nur lange genug wartet, freuen sich die Anwaltskanzleien. Es könnte fast der Eindruck entstehen, ich käme irgendwie nicht mit dem schnöden Mammon klar.

Dann muss ich mir anhören, dass mein Kind Entwicklungsgestört ist und drei Tage später - es sei hochbegabt und unterfordert. Wie witzig.

Mein verwirrte Mutter läuft, nein sie irrt minutenlang durch mein Haus und weiß nicht mehr, wo wir wohnen. Mein Bruder erscheint nicht zum Kindergeburtstag, weil die Welt schlecht und gemein zu ihm ist. Eine Freundin wagt den Schritt in die Selbständigkeit und hat die Angst im Nacken, weil da niemand ist, der im Notfall den freien Fall stoppen kann.

Die kleine Schwester löst sich aus ihrem Familiengefüge. Der große Bruder braucht eine Familienpause. Der Liebhaber steckt im Novemberloch und ich - ich wünsche mir den traumlosen Winterschlaf.

Montag, 25. April 2011

Die Angst im Nacken

Da bin ich wieder und versuche mich zu ordnen. Bin ganz durcheinander und starre wie immer hilflos auf mein Lebenschaos. Möchte Kommunikationspläne schreiben und Vollmachten und darüber nachdenken, was ich morgen alles fragen möchte/muss. Noch immer ist keine Sorgerechtsverfügung verfasst. Ich bin so frustriert und nun habe ich auch noch meine Krankheit als Ausrede. Die ganzen Feiertage habe ich mir immer und immer wieder gesagt, morgen ist auch noch ein Tag. Ich hielt inne und genoss die Luft, die Sonne, die Natur, den kleinen Prinzen. War mit Menschen umgeben, die mir viel bedeuten.

Habe meine Zukunft gesehen in einer Luxusimmobilie, die kranken, gestrauchelten, entmutigten Menschen für eine Zeit Zuversicht Halt und Geborgenheit geben soll!!! Ich sah vor meinem inneren Auge viele wunderschöne Bilder an den Wänden, Skulpturen, Kunst aus Filz.

Wenn ich jetzt auf meinen „Tauchgang“ gehe, dann wird es diese Vision, die Liebe zu meinem Kind und mein wunderbares soziales Netz sein, die mich wieder an die Oberfläche tragen werden.

Ich werde leben und ich werde etwas aus meinem Leben machen.

Montag, 7. März 2011

MDS - Falscher Film

Könnte immer noch heulen. Dabei sollte ich doch besser eine Sorgerechtsverfügung schreiben, meine Telefonrechnung suchen und überweisen, einige Verträge kündigen usw. – eben nützliche Dinge erledigen. Mein Kopf schwirrt und ich bin so voller Selbstmitleid. Habe im Dezember erfahren, dass ich an einer Blutbildungsstörung leide. Hatte Glück im Unglück, da nach sich nach der 1. Knochenmarkbiopsie herausstellte, dass nur ein Chromosomen krankhaft verändert ist. So konnte ich im Rahmen einer Studie ein Medikament bekommen, welches Heilung versprach, jedoch auf dem deutschen Markt noch nicht zugelassen ist.

Letzte Woche bin ich aus der Studie geflogen, da die 2. Knochenmarkbiopsie aus unerfindlichen Gründen viel gründlicher ausgewertet wurde. Es sind weitere Chromosomen verändert und somit passe ich nicht mehr in den Rahmen der Studie und soll mich nun einer Stammzellentransplantation unterziehen. Ich unterrichtete meine Geschwister umgehend und organisierte Termine und Möglichkeiten zur HLA – Wert – Bestimmung. Für Übermorgen war ein Termin mit meinem Bruder zur Typisierung angedacht.

Falls einer von Beiden als Spender in Frage kommt, kann ich damit rechnen mindestens 5 Wochen isoliert im Krankenhaus zu verbringen. Es erfolgt eine Chemo, die sämtliche krankhaften Blutzellen ausmerzen soll. Im Anschluss erfolgt die Transplantation. Das heißt im Klartext, ich muss mir überlegen, was mit meinem kleinen Prinzen geschehen soll. Heute wollte ich meinen Bruder anrufen und ihn fragen, ob er die Betreuung für die Zeit meines Krankenhausaufenthaltes übernehmen würde. Bevor ich dazu kam, fragte er mich ob es nicht möglich wäre, den Typisierungstermin zu verschieben, schließlich würde morgen auf der Geburtstagsparty seines Schwiegervaters eine Menge Alkohol fließen und eigentlich hätte er sich ja den 09.03. zu Ausnüchterungszwecken frei genommen.

Als ich anfing zu heulen, fragte er nur, ob das denn so schlimm wäre und ob mir die Zeit unter den Nägeln brennt. Er habe ja schließlich keine Ahnung von der Krankheit MDS. Er könne mir auch jeden anderen Tag anbieten. Dann fiel ihm ein, ich könne ihm ja auch, so wie meiner Schwester, die am Arsch der Welt wohnt, die Röhrchen für die Blutabnahme zuschicken. Verabschiedungsfloskel war dann, ich solle mich mal wieder fangen, damit der kleine Prinz meine Heulerei nicht mitbekommt.

Anstatt ihn hysterisch anzuschreien, war ich nur völlig sprachlos. Es gibt wohl doch in meinem Dunstkreis mehr als eine Person ohne Emo (Emotions-) Gen.

Morgen bin ich beim Jugendamt auf der Matte und frage nach Unterbringungsmöglichkeiten für die Zeit in der ich weggesperrt bin. Anschließend habe ich noch ein Gespräch mit der Erzieherin meines Sohnes. Ich möchte wissen was sie denkt und meint. Ich bin wirklich verzweifelt. Was wird aus meinem kleinen Prinzen wenn ich den Löffel abgebe? Oder auch nur, wenn ich solche Abstoßungsprobleme habe, dass ich wochenlang in Quarantäne bleiben muss???? Ich hatte meinen Bruder ja schon im Dezember gefragt, ob er den kleinen Prinzen großziehen würde. Er sagte, das stünde ja noch lange nicht zur Debatte.

Scheiße, ich stelle jetzt alles in Frage. Meine Sorgerechtsverfügung kann ich so nicht schreiben. Der Erzeuger ist über meine „Befindlichkeit“ informiert und hat mir schwarz auf weiss mitgeteilt, dass er das Sorgerecht dankend ablehnen wird. Meinen Bruder kann ich damit nun auch nicht mehr ernsthaft betrauen. Meine große Schwester, würde im Fall einer Finanzierungsmöglichkeit vom Arsch der Welt hier her kommen um den Kleinen in seinem gewohnten Umfeld zu betreuen. Das rechne ich ihr hoch an. Wenn es brennt, hat sie mir bisher immer beigestanden. Was zum Teufel ist mit meinem Bruder los?????? Denkt er, ich habe ein Aufmerksamkeitsdefizit?? Ich bin scheiße krank und ich werde ohne Chemo und Transplantation krepieren. Aber ich habe die Verantwortung für einen Fünfjährigen. Vielleicht werde ich auch mit Chemo und Transplantation in die Grube fahren. Aber ich will alles versuchen, um wieder auf die Beine zu kommen und das Steuer wieder zu übernehmen!

Habe immer noch den Ohrwurm: "Ich halt Dich fest, wenn Dein Leben Dich zerreisst..."

Sonntag, 3. Oktober 2010

Miss Doolittle

NaechtebuchWoran erkennt man eigentlich eine Frage? Kein Scherz. Wenn sie gesprochen wird, wohl an der Betonung. Wenn sie geschrieben wird wohl, eindeutig am Fragezeichen. Es gibt Menschen, die sind so schrecklich beschäftigt, dass sie Fragezeichen in Mitteilungen überlesen. Außerdem möchten sie ja auch keinen „Beziehungsritualen“ zum Opfer fallen. So schreckliche Dinge tun, wie z.B. auf Fragen antworten. Geht ja gar nicht!

Dafür haben sie aber äüßerst gewählte Umgangsformen, beherrschen Hochdeutsch und können nett formulieren, dass ihnen das benutzte Parfum nicht gefällt und einem das Gefühl geben, man wäre Miss Doolittle, oder (neudeutsch) ein dummer Proll. Da steh ich richtig drauf, wenn jemand an meiner Gesellschaftsfähigkeit rummäkelt! Nichts von dem was ich habe ist mir in den Schoß gefallen. Irgendetwas muss ich wohl mal richtig gemacht haben. Und ungebildet sein hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun!

Samstag, 29. Mai 2010

Land in Sicht

Kopf_ab Die Welt hat wieder bunte Farben. Genieße gerade ein schönes Alleinsein. Es ist entspannt und vor allem gewollt. Darf machen was ich will, auch wenn die Zeit natürlich nur limitiert ist. Fühl mich wohl in meiner Haut. Höre meine schreckliche Musik. Niemand nervt. Tanke Kraft für die nächste Woche. Wusel in meinem Haus herum. Danke an alle, die das für mich möglich gemacht haben.

Ein paar Stunden später: So, jetzt habe ich auch noch den ganzen Abend freibekommen und bin nun total überfordert. Soll ich irgendwo hingehen, also im Sinne von Weggehen? Oder soll ich lieber mit Putzen die Nacht zum Tage machen? Wäre ja jetzt doch gern zu zwein. Also putzen und dabei vergessen mit wem ich jetzt gerne zusammen wäre. Und vor allem, was ich jetzt gerne alles mit ihm anstellen würde. Mach jetzt noch ne klitzekleine Pause und denke überhaupt nicht (nicht mal ein bisschen) an ...

Sonntag, 24. Januar 2010

Gerechtigkeit und Fairness

habe heute kurzzeitig die Leichtigkeit des Seins verloren. Muss über Gerechtigkeit und Fairness nachdenken und mich ein bisschen für meine Alleinerzieherei bedauern. Dabei ist das so ein Unsinn. Es ist wie es ist. Ich habe mir mein Kind gewünscht. Ich wusste dass sein Vater nichts mit ihm zu haben will. Es gab keine Beziehung und mein Kind war eine Fügung des Schicksals. Für mich eine gute, für ihn eine soo üble, dass mir seine Ex-Freundin erzählt, ich wäre der Mensch, den er am meisten hasst. Ich bin die Frau, die ihm ein Kind angehangen hat. Ich durfte entscheiden, ob ich es haben möchte, er nicht. Ich wollte mein Kind von ganzem Herzen und die Alternative Abtreibung gab es nicht mal im Ansatz. Nun zahlt er eine Ewigkeit den Mindestunterhalt und damit ist für ihn alles abgegolten und er ist damit seiner Verpflichtung mehr als genug nachgekommen. Ist das gerecht? Ja das ist es wohl. Ich kann ja froh sein, dass er wenigsten das tut. Doch ich will jetzt den Unterhaltstitel, um die Ansprüche für mein Kind zu sichern. Will ich den Titel auch, um zu sticheln und Unfrieden zu stiften? Will ich, dass der ewige Student, der im hohen Alter ein Teenagerleben führen kann und nicht vor hat, ein Lehramt anzutreten, will ich das, um ihm das Leben ein bisschen zu vergällen? Jaaaa, das will ich und Nein, nicht wirklich. Manchmal wünsche ich mir, er hätte mich mal gefragt, wie es mir und meinem Kind geht. Manchmal wünsche ich mir, er würde seinen Vater-Part leben wollen. Manchmal weiß ich nicht, wo ich hin soll. Manchmal seh ich ihn nicht in der Opferrolle. Ich hatte nie vor, jemandem ein Kind unter zu jubeln. Das stinkt nach Verantwortungslosigkeit. Mein Gewissen bringt mich um! Aber ich wars doch nicht allein. Er war doch dabei!!! Tja, und dafür zahlt er ja nun. Irgendwie stinkts mir, dass er die moralische Verpflichtung einfach ausblendet, ja sein Kind einfach ausblendet. Und er hat so ein tolles Kind und es ist ihm so verdammt ähnlich! Ich könnte heulen. Vielleicht tue ich das auch einfach. Vielleicht hilft es ja ein wenig …

Gute Nacht

Mittwoch, 19. August 2009

Phönix - Version, die 3.

Da bin ich wieder. Vielleicht nicht so taufrisch, aber auch nicht problemgeladen und schon gar nicht tieftraurig. Gründe für meine Schreibpause gibt es viele, z.B. eine Kurzbeziehung. Ja richtig, ich war mit jemandem zusammen, der jeden Tag mit mir und dem kleinen Prinzen erleben wollte. Das tat gut. Doch wieder überrollte mich die Geschwindigkeit und das mir entgegengebrachte Gefühl wie ein ICE oder eine Dampfwalze.

Ich musste erfahren, dass zu einer Freundschaft nicht nur Ehrlichkeit, sondern auch Toleranz gehört. Eine meiner liebsten Freundinnen hat sich mit fadenscheinigen Begründungen verabschiedet. Ja, ich bin so wie ich bin und sie meint, sie kommt damit nicht klar. Ich sehe die Ursachen für ihr merkwürdiges Gebahren irgendwo in der Vergangenheit, als ich ihren geliebten Tanzlehrer vögelte und damit nicht unbedingt hausieren gehen wollte, da ich schon wusste, wie sehr sie sich, trotz Beziehung, zu ihm hingezogen fühlte.

Keine Ahnung, warum sie so lange brauchte, um nunmehr zu entscheiden, dass ich besser aus ihrem Leben verschwinden soll. Vielleicht ist es auch ihre Art erstmal 4 Jahre verstreichen zu lassen, bevor sie die Kraft hat Entscheidungen zu treffen. Bin wütend und möchte meinen Trotz gerne wegschreiben. Verletzen, angreifen, zerreißen.

Samstag, 13. Dezember 2008

Die Wiederholungstäterin

Wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich den erfolgreich aus meinem Leben geschubsten Typen wieder genau an der gleichen Stelle aufgabel, wie beim ersten mal, ich hätte mich wahrscheinlich schief gelacht. Doch genauso war es. Als wäre ein halbes Jahr lang die Zeit stehen geblieben, stand er in seiner Jagdposition an der Treppe zu den Clos.

Es war sowieso nicht mein Tag, denn schon beim losschlendern mit Röckchen und Stiefeln, fühlte ich mich von meinem Nachbarn ertappt, der mich ansah, als sehe er eine verzweifelte Mittvierzigerin, die es nochmal wissen möchte. Zur Krönung erschienen meine Freundinnen im lässigen Look mit Jeanshosen. Meine Lieblingsjeans hatte ich schweren Herzens zu Hause gelassen, um nicht einem eventuellem Dresscode zum Opfer zu fallen.

Wenigstens durfte ich in dem ersten Zappelladen feststellen, dass ich nicht wirklich verzweifelt aussehe, denn was da an Presswürsten in Hotpants umherlief, war beispielhaft für echt Verzweifelte. Da einer meiner Freundinnen der Altersdurchschnitt in dem Laden zu hoch war, beschlossen wir, noch in den übelsten Baggerladen einzufallen. Ich hatte Hunger und freute mich auf die anständige Küche dort, die mich sogar die schrecklichste Musik ertragen lässt. Als wir in dem Baggerladen ankamen, passte dort schon kein Fuß mehr auf den Boden. Geschweige denn, mein zarter Hintern auf einen Stuhl um eine anständige Mahlzeit zu bestellen.

Dank der wunderbaren, besinnlichen Vorweihnachtszeit war auch der obere Bereich abgesperrt, da dort eine rauschende Betriebsweihnachtsfeier stattfand. Wir mogelten uns trotzdem in den Sperrbereich, wo wir vom Betriebsrat herzlich in Empfang genommen und als Monika, Sieglinde und Susanne seinen Mitstreitern vorgestellt wurden. Ich könnte mich jetzt noch kaputtlachen, doch irgendwie waren die alle lustig drauf und ich wollte nur das EINE - ein halbes Schwein auf Toast. Futter gabs dann trotzdem nicht, weil die Weihnachtsfeiernden schon das Buffett leergeräumt hatten. So beschloss ich, mal lässig zu den Clos zu schlendern, um eine Gesichtsbestandsaufnahme zu machen.

Und da stand er - lässig an das Treppengeländer gelehnt. Ich rauschte auf ihn zu und hauchte ihm ins Ohr: "Das war mein Herzenswunsch, Dich heute hier zu treffen." Irgendwie war er so süß, er beteuerte entschuldigend, er wäre das erste Mal seit August wieder hier. Ich wünschte ihm maximale Erfolge bei seiner Jagd und ging mich erstmal im Spiegel begutachten. Wenn ich die Haare schräg über die Stirn wuschel, seh ich vielleicht doch nicht wie eine verzweifelte Mittvierzigerin aus, dachte ich und wenn er schon hier ist, könnte ich ja eigentlich mal wieder Sex haben.

Die frisch auf die Namen "Monika" und "Susanne" getauften Mädels schliffen mich auf die Tanzfläche. Meine nächste Aufgabe war, von der schlimmen Musik gepeinigt und stets darauf bedacht einen guten Eindruck zu machen, falls er mich doch anguckt - totaaaaal cool zu sein. Bis "Susanne" meinte: "Du siehst voll gehetzt aus, und du hast doch wohl nicht vor diesen Typen wieder zu aktivieren?" Dabei kennt sie mich erst seit dreizig Jahren - ist sie Hellseherin?

Als ich ging, griff ich mir noch schnell seine etwas in die Jahre gekommene Gesprächspartnerin und raunte ihr vertraulich ins Ohr: "Der ist verheiratet und hat zwei Kinder." Die Hälfte der Strecke nach Hause schaffte ich noch SMS - frei, dann musste ich anhalten und ihm schreiben, dass ich einsam bin. Da ich keine Antwort bekam, fiel ich, zu Hause angekommen, in einen unruhigen Schlaf. Gegen 03:30 kam die erhoffte SMS. Er wäre jetzt aus dem Laden raus, aber ich würde ja wohl schon schlafen. War natürlich sofort hellwach. Wollte einfach nicht alleine sein. Dachte, ich knall ihn durch und fahre gleich wieder nach Hause. Keine Faxen, kein Ärger, nix wiederbeleben!!!!

Wurde mit schönem Sex geweckt, es gab Kaffee und Brötchen, die Mitteilung, dass er noch immer mit der Ische zusammen ist und ich kämpfte mit meiner Stinkwut auf mich, auf ihn, auf die ganze Welt. Armes Deutschland - arme "Sieglinde". Ich kann es doch schon singen: NEIN, ICH KANN KEINEN UNVERBINDLICHEN SEX OHNE REUE HABEN. Ich will doch jemanden, der bei mir sein will. Jemanden der mir meine Grenzen zeigt und mir seine Hand reicht, wenn ich strauchel. Jemanden, der versucht mir treu zu sein, weil ich ihm wichtig bin, jemanden, der ohne mich nicht einschlafen mag, jemanden, über den ich mich freue, wenn ich morgens die Augen aufschlage. Jemanden der sagt und meint, es tut so gut, dass du da bist.

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